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Rede auf Demo gegen Afd Wahlparty September 2024 

 

Mein Name ist Christoph Dielmann

und ich bedanke mich bei den Organisatoren

dieser Demonstration für die Gelegenheit 

ein paar Worte zu sagen.

 

Evangelischer Gemeindepfarrer 

bin ich für Neufahrland, Fahrland,

Satzkorn, Kartzow, Paaren, Falkenrehde.

Ich bin hier, weil ich nicht möchte, dass die AfD

in unseren Dörfern ihre Erfolge feiert. 

Und ich meine damit etwas anderes 

als das was heute hier in Marquardt stattfindet.

Wenn wir uns heute aufregen,

daß die AfD hier feiert,

dann sollten wir uns ehrlicherweise eingestehen,

daß die AfD ja schon Erfolge feiert, in unseren Dörfern. 

In manchen unserer Dörfer hat diese Partei

bei der Kommunalwahl über 30 % bekommen.

Und sie wird auch heute mehr Prozent einfahren

als uns lieb sein kann, 

da, wo wir alle wohnen, alle zusammen, 

die Kinder gemeinsam vom Hort abholen,

das Erntedankfest miteinander feiern,

die Verstorbenen zusammen betrauern.

Das ist das eigentliche Problem,

der eigentliche Aufreger,

für mich viel provozierender

als die Wahlparty dieser Grusel-Clowns.

 

Dass so viele Menschen, die wir persönlich schätzen,

die Partei der Menschenverachtung wählen.

Das ist verwirrend.

Dass kleine Leute eine Partei wählen,

die programmatisch kleine Leute benachteiligt

und gegeneinander ausspielt.

Das kann einen verrückt machen.

Und dass wir keine Argumente dagegen, 

keine Überzeugung, kein Miteinander finden.

Das betrauere ich.

 

Das ist das Problem, 

und was mich dabei als Gemeindepfarrer 

dienstlich und persönlich herausfordert

möchte ich Euch erzählen.

 

Seit zwei Jahren lebe ich in Brandenburg.

Und ich bin gern hier.

Ich mag die Landschaft.

Ich finde den Charme der Leute rauh,

aber immer noch charmant.

Preußische Sparsamkeit fürchte ich,

preußische Disziplin bewundere ich,

vor allem bei den Handwerkern.

“Geht nicht, gibts nicht”, sagen die,

und packen an, was für mich unmöglich ist.

Berliner Schnauze finde ich lustig,

meistens jedenfalls.

Mir tut die Frau in der Poststelle leid,

die immer das Geschimpfe der Leute abbekommt,

wenn ihr Paket einen Tag zu spät kommt.

Du liebe Zeit!

Ich denke das Rumgeschimpfe hier

das verträgt sich ganz gut 

mit alt-preußischem Kasernenton einerseits

und Untertanenfrust über Gängelei 

und Arroganz der Macht andererseits.

Und es gibt ein, zwei Parteien im politischen Spektrum,

die davon profitieren und die auch gerne mehr 

schlechte Laune produzieren,

mehr Zorn, mehr Angst und auch mehr Haß.

Aber bei allem Frust

über die Arroganz der Macht, der rausmuss,

bei allen Ängsten, die im Leben nach einer Seele greifen können:

Es ist falsch, den Verstand abzuschalten,

und einfache Lösungen für komplexe Probleme abzukaufen.

Es ist zu einfach die Demokratie zu diffamieren,

ohne wirklich ins Gespräch zu gehen. 

Und es ist traurig, Menschen 

aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Herkunft

über einen Kamm zu scheren. 

Jeder weiß das. 

Niemand möchte das für sich oder seine Kinder.

 

Sieben Jahre habe ich mit der Familie 

im englischsprachigen Ausland gelebt.

Ich habe die fremde Sprache dauernd gesprochen,

mit der täglichen Sorge, ob ich sie richtig spreche.

Ich habe die Bräuche der Einheimischen, 

ihre Witze und Erwartungen

aufgenommen und versucht 

mich entsprechend 

zu verhalten.

Ich wollte dazugehören

und sie haben mir das Gefühl gegeben,

dazuzugehören, fast immer:

obwohl sie meinen starken deutschen Akzent hörten

und sie nicht nur freundliche Gedanken 

über mein Heimatland Deutschland hatten.

Ich verstehe das, wenn Inländer reserviert

und vorsichtig gegen Ausländer sind.

Ich war ein Ausländer da. 

Und in zwei Weltkriegen 

waren mein Land und ihr Land

Kriegsgegner gewesen,

mit Opfern fast in jeder Familie.

 

Dann wurde mein damals 12-13-jähriger Junge

auf dem Schulhof von anderen Kindern 

als Nazi beschimpft und verhauen,

obwohl der damals kaum wußte,

was Nazis sind, 70-80 Jahre danach.

Getroffen hat es uns schon,

und ungerecht fanden wir es.

Das Kind konnte schon mal gar nichts dafür.

Aber so kann es Dir gehen, wenn Du Ausländer bist.

 

Darum habe ich eine innerliche Sperre dagegen,

jemanden als Nazi abzustempeln. 

Gerade jetzt, wenn Menschen AfD wählen,

die mir in zwei Jahren hier ans Herz gewachsen sind

auch mit ihrem Geschimpfe und ihrem Frust. 

 

Aber ich bin auch sehr sensibel 

bei Feindschaft gegen Ausländer.

Mißtrauen, dumme Witze, Vorverurteilungen 

sind unnötig, sind böse, braucht kein Mensch.

Keiner braucht es, sich mit einer Nation, einer Hautfarbe,

einer Religion oder sonstwas über den anderen zu stellen.

Das ist der Hochmut, der vor dem Fall kommt!

Jede und jeder Mensch hat seine Würde, 

seine Schönheit, sein Recht.

Jede Nation hat ihre Größe,

jede Religion ihr Geheimnis,

und jedes Volk hat seine Geschichte.

Alle sind Menschen.

Jede und jeder braucht mal Hilfe

im Laufe seiner persönlichen Geschichte, 

die ihn auch mal dahin führen kann,

wohin er oder sie es vielleicht gar nicht gedacht hat.

 

Gilt auch für mich. 

Ich bin aus dem Westen,

ein Rheinländer in Brandenburg.

Meine Frau war vor 25 Jahren 

zu mir in den Westen gekommen

und nach dem Auslandsaufenthalt 

war es gerecht und fair, 

in ihre Heimat, in den Osten zu kommen.

Ob im Ausland, in Düsseldorf oder hier,

immer hat mich das Thema Migration beschäftigt. 

In bald 30 Jahren Dienst in der Kirche

habe ich etwa 2000 Beerdigungen gehalten.

Die meisten Menschen, die ich beerdigen musste, 

haben eine Fluchtgeschichte durchgemacht,

ihre Heimat durch den von Deutschland 

entfesselten Krieg verloren,

sie sind in den Westen gekommen, 

wurden hier und dort einquartiert

und sie waren nicht willkommen.

Sie haben sich durchgebissen und sich festgesetzt,

da, wo niemand sie haben wollte 

- auch hier, in unseren Dörfern

waren sie “die da” und nicht “wir hier”.

Hört auf ihre Geschichten!

Das sind die Großeltern und Urgroßeltern

auch von denen, die heute hart über einen Kamm

über alle Flüchtlinge urteilen: Flüchtlinge.

Das sind die Großeltern und Urgroßeltern gewesen.

 

Und wer ein wenig Mitleid mit denen fühlt,

die mal erfahren haben, das sie “die da” sind,

mit denen “wir hier” nichts zu tun haben wollen, 

der wird auch verstehen, 

daß uns mehr Spaltung, mehr Geschrei, 

mehr “wir hier” und “die da”

nicht wirklich weiterhilft.

Denn das wollen die Parteibonzen ja.

Spaltung und Geschrei und Haß.

Laßt uns auch nicht mitmachen.

Zumindest hier, auf dem Dorf

können wir das nicht gebrauchen,

mehr Spaltung, mehr Haß 

auch mit denen, die diese Partei wählen.

Besinnung brauchen wir, über das, 

was uns im Dorf zusammenhält,

den Frieden den wir suchen 

und vor dem wir nur zu oft versagen,

auch durch Schweigen, 

auch durch Oberflächlichkeit.

Argumente brauchen wir 

und gelingendes Miteinander.

(Gitarre)

Darum möchte ich heute

auch nicht das Ärzte Lied vom Schrei nach Liebe singen,

zumal keiner meiner Nachbarn Springerstiefel trägt.

Bitte um Verständnis:

Ich möchte niemandem, den ich täglich sehe, 

das “Arschloch” entgegen brüllen,

so sehr diese Partei-Chargen 

das Arschloch verdient haben.

Weil die das sind, möchte ich auch nicht,

daß sie brandenburgische Heimat und deutsche Kultur kapern

und für ihre Zwecke ausnutzen und damit beschmutzen.

Deswegen lade ich Euch ein, 

mit uns ein bis drei, vier Volkslieder zu singen.

Gerade am Wahltag kann man gut 

Heimat, Kultur und Freiheit feiern. 

Und wer gerade keine Lust hat,

gerade deutsche Heimat und Kultur zu feiern,

dem rufe ich zu: Gerne, mein Freund:

Die Gedanken sind frei.

Das kannst Du auch so mitsingen.

 

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei, 

wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, 

kein Jäger erschießen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei. 

Ich denke, was ich will, und was mich beglücket, 

doch alles in der Still,  und wie es sich schicket. 

Mein Wunsch und Begehren 

kann niemand verwehren, es bleibet dabei: 

die Gedanken sind frei.

Und sperrt man mich ein in finstere Kerker, das alles sind rein 

vergebliche Werke; denn meine Gedanken 

zerreißen die Schranken

und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei.

 

 

 

Mein Name ist Christoph Dielmann

und ich bedanke mich bei den Organisatoren

dieser Demonstration für die Gelegenheit 

ein paar Worte zu sagen.

 

Evangelischer Gemeindepfarrer 

bin ich für Neufahrland, Fahrland,

Satzkorn, Kartzow, Paaren, Falkenrehde.

Ich bin hier, weil ich nicht möchte, dass die AfD

in unseren Dörfern ihre Erfolge feiert. 

Und ich meine damit etwas anderes 

als das was heute hier in Marquardt stattfindet.

Wenn wir uns heute aufregen,

daß die AfD hier feiert,

dann sollten wir uns ehrlicherweise eingestehen,

daß die AfD ja schon Erfolge feiert, in unseren Dörfern. 

In manchen unserer Dörfer hat diese Partei

bei der Kommunalwahl über 30 % bekommen.

Und sie wird auch heute mehr Prozent einfahren

als uns lieb sein kann, 

da, wo wir alle wohnen, alle zusammen, 

die Kinder gemeinsam vom Hort abholen,

das Erntedankfest miteinander feiern,

die Verstorbenen zusammen betrauern.

Das ist das eigentliche Problem,

der eigentliche Aufreger,

für mich viel provozierender

als die Wahlparty dieser Grusel-Clowns.

 

Dass so viele Menschen, die wir persönlich schätzen,

die Partei der Menschenverachtung wählen.

Das ist verwirrend.

Dass kleine Leute eine Partei wählen,

die programmatisch kleine Leute benachteiligt

und gegeneinander ausspielt.

Das kann einen verrückt machen.

Und dass wir keine Argumente dagegen, 

keine Überzeugung, kein Miteinander finden.

Das betrauere ich.

 

Das ist das Problem, 

und was mich dabei als Gemeindepfarrer 

dienstlich und persönlich herausfordert

möchte ich Euch erzählen.

 

Seit zwei Jahren lebe ich in Brandenburg.

Und ich bin gern hier.

Ich mag die Landschaft.

Ich finde den Charme der Leute rauh,

aber immer noch charmant.

Preußische Sparsamkeit fürchte ich,

preußische Disziplin bewundere ich,

vor allem bei den Handwerkern.

“Geht nicht, gibts nicht”, sagen die,

und packen an, was für mich unmöglich ist.

Berliner Schnauze finde ich lustig,

meistens jedenfalls.

Mir tut die Frau in der Poststelle leid,

die immer das Geschimpfe der Leute abbekommt,

wenn ihr Paket einen Tag zu spät kommt.

Du liebe Zeit!

Ich denke das Rumgeschimpfe hier

das verträgt sich ganz gut 

mit alt-preußischem Kasernenton einerseits

und Untertanenfrust über Gängelei 

und Arroganz der Macht andererseits.

Und es gibt ein, zwei Parteien im politischen Spektrum,

die davon profitieren und die auch gerne mehr 

schlechte Laune produzieren,

mehr Zorn, mehr Angst und auch mehr Haß.

Und bei allem Frust

über die Arroganz der Macht, der rausmuss,

bei allen Ängsten, die im Leben nach einer Seele greifen können:

Es ist unanständig, das auszunutzen!

Man kann damit Wahlen gewinnen.

Es ist unanständig,

arme Menschen gegen arme Menschen auszuspielen.

Es ist eine ehrlose Heuchelei

einfache Lösungen 

für komplexe Probleme zu verkaufen.

Es ist eine empörende Überhebung,

die Regeln der Demokratie

gegen die Demokratie selbst zu wenden,

und Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit 

als Waffen gegen sie zu verwenden.

Das lieben die Diktatoren aller Länder,

wenn das in den Demokratien geschieht! 

 

Apropos andere Länder:

Sieben Jahre habe ich mit der Familie 

im englischsprachigen Ausland gelebt.

Ich habe die fremde Sprache dauernd gesprochen,

mit der täglichen Sorge, ob ich sie richtig spreche.

Ich habe die Bräuche der Einheimischen, 

ihre Witze und Erwartungen

aufgenommen und versucht 

mich entsprechend 

zu verhalten.

Ich wollte dazugehören

und sie haben mir das Gefühl gegeben,

dazuzugehören, nicht immer - aber fast immer:

obwohl sie meinen starken deutschen Akzent hörten,

obwohl sie nicht nur freundliche Gedanken 

über mein Heimatland Deutschland hatten.

Ich verstehe das, wenn Inländer reserviert

und vorsichtig gegen Ausländer sind.

Ich war ein Ausländer da. 

 

Und in zwei Weltkriegen 

waren mein Land und ihr Land

Kriegsgegner gewesen,

mit Opfern fast in jeder Familie.

 

Mein damals 12-13-jähriger Junge

wurde auf dem Schulhof von anderen Kindern 

als Nazi beschimpft und verhauen,

obwohl der damals kaum wußte,

was Nazis sind, 70-80 Jahre danach.

Getroffen hat es uns schon,

und ungerecht fanden wir es.

Das Kind konnte schon mal gar nichts dafür.

Aber so kann es einem deutschen Ausländer

in einem anderen Land ergehen.

 

Darum habe ich eine innerliche Sperre dagegen,

jemanden als Nazi abzustempeln. 

Gerade jetzt, wenn Menschen AfD wählen,

die mir in zwei Jahren hier ans Herz gewachsen sind

auch mit ihrem Kasernenton und ihrem Frust. 

 

Aber ich bin auch sehr sensibel 

bei Feindschaft gegen Ausländer.

Mißtrauen, dumme Witze, Vorverurteilungen 

sind unnötig, sind böse, braucht kein Mensch.

Keiner braucht es, sich mit einer Nation, einer Hautfarbe,

einer Religion oder sonstwas über den anderen zu stellen.

Das ist der Hochmut, der vor dem Fall kommt!

Jede und jeder Mensch hat seine Würde, 

seine Schönheit, sein Recht.

Jede Nation hat ihre Größe,

jede Religion ihr Geheimnis,

und jedes Volk hat seine Geschichte.

Alle sind Menschen.

Jede und jeder braucht mal Hilfe

im Laufe seiner persönlichen Geschichte, 

die ihn auch mal dahin führen kann,

wohin er oder sie es vielleicht gar nicht gedacht hat.

 

Gilt auch für mich. 

Ich bin aus dem Westen,

ein Rheinländer in Brandenburg.

Meine Frau war vor 25 Jahren 

zu mir in den Westen gekommen

und nach dem Auslandsaufenthalt 

war es gerecht und fair, 

in ihre Heimat, in den Osten zu kommen.

Ob im Ausland, in Düsseldorf oder hier,

immer hat mich das Thema Migration beschäftigt. 

In bald 30 Jahren Dienst in der Kirche

habe ich etwa 2000 Beerdigungen gehalten.

Die meisten Menschen, die ich beerdigen musste, 

haben eine Fluchtgeschichte durchgemacht,

ihre Heimat durch den von Deutschland 

entfesselten Krieg verloren,

sie sind in den Westen gekommen, 

wurden hier und dort einquartiert

und sie waren nicht willkommen.

Sie haben sich durchgebissen und sich festgesetzt,

da, wo niemand sie haben wollte 

- auch hier, in unseren Dörfern

wurden sie als Deutsche nicht anerkannt.

Hört auf ihre Geschichten!

Das sind die Großeltern und Urgroßeltern

auch von denen, die heute hart über einen Kamm

über alle Flüchtlinge urteilen: Flüchtlinge.

Das sind die Großeltern und Urgroßeltern gewesen.

 

Und wer ein wenig Mitleid mit denen fühlt,

die mal erfahren haben, das sie “die da” sind,

mit denen “wir hier” nichts zu tun haben wollen, 

der wird auch verstehen, 

daß uns mehr Spaltung, mehr Geschrei, 

mehr “wir hier” und “die da”

nicht wirklich weiterhilft.

Denn das wollen die Parteibonzen ja.

Spaltung und Geschrei und Haß.

Laßt uns auch nicht mitmachen.

Zumindest hier, auf dem Dorf

können wir das nicht gebrauchen,

mehr Spaltung, mehr Haß 

auch mit denen, die diese Partei wählen.

Besinnung brauchen wir, über das, 

was uns im Dorf zusammenhält,

den Frieden den wir suchen 

und vor dem wir nur zu oft versagen,

auch durch Schweigen, 

auch durch Oberflächlichkeit.

Argumente brauchen wir 

und gelingendes Miteinander.

(Gitarre)

Darum möchte ich heute

auch nicht das Ärzte Lied vom Schrei nach Liebe singen,

zumal keiner meiner Nachbarn Springerstiefel trägt.

Bitte um Verständnis:

Ich möchte niemandem, den ich täglich sehe, 

das “Arschloch” entgegen brüllen,

so sehr diese Partei-Chargen 

das Arschloch verdient haben.

Weil die das sind, möchte ich auch nicht,

daß sie brandenburgische Heimat und deutsche Kultur kapern

und für ihre Zwecke ausnutzen und damit beschmutzen.

Deswegen lade ich Euch ein, 

mit uns ein bis drei, vier Volkslieder zu singen.

Gerade am Wahltag kann man gut 

Heimat, Kultur und Freiheit feiern. 

Und wer gerade keine Lust hat,

gerade deutsche Heimat und Kultur zu feiern,

dem rufe ich zu: Gerne, mein Freund:

Die Gedanken sind frei.

Das kannst Du auch so mitsingen.

 

Euch aus den Städten bitte ich 

um Solidarität

Und so stehe ich hier mit Euch,

innerlich auch etwas zerrissen und traurig.

Ich finde es zu spät, 

sich über das Wahlergebnis aufzuregen.

Ich finde es zugleich richtig,

dass diese Parteibonzen mitbekommen sollen,

dass wir ihren Hass und Hetze nicht wollen.

Ich als evangelischer Pfarrer möchte die Menschen,

kirchlich oder nicht kirchlich dazu aufrufen,

ihr gutes Herz nicht wegzuwerfen,

und nicht die Steine zu nehmen, 

die ihnen die Hetzer zum Werfen hinhalten.

Ich möchte nicht Probleme 

mit Fremden oder Ausländern klein reden, 

im Gegenteil. Ich bin selbst lange ein Ausländer gewesen.

Aber ich möchte sie auffordern, Euch alle auffordern

Eure Fähigkeit Probleme zu lösen groß zu machen,

im Miteinander, für das Miteinander, gerade mit Fremden.

 

“Geht nicht, gibts nicht!” das sagen die Handwerker,

die ihr Handwerk in einer Zeit gelernt haben,

in denen man keine Ersatzteile online bestellen konnte.

 

Wie wäre das in der Dorfgemeinschaft?

Geht nicht, gibts nicht!

Geht alles, wir müssen uns halt anstrengen.

Und wenn es nicht, dann versuchen wir es wieder!

 

Für die Heimat.

Für das Miteinander.

Für die Demokratie.

 

Vielen Dank 

für die Aufmerksamkeit.

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"...zur Freiheit hat uns Christus befreit..."

Gal 5,1

Christoph Dielmann

geb. 1968

verheiratet mit Grit  

zwei erw. Kinder  

 

Gemeindepfarrer 

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© Christoph Dielmann